Entlassung von Gough Whitlam 1975

[Dies ist ein Essay, das ich 2009 beim Deutschlernen geschrieben habe. Mir ist bewusst, dass es mehrere Sprachfehler enthält. Diese lasse ich hier unkorrigiert, damit der Leser sehen kann, wie sich mein Schreibstil im Laufe der Jahre entwickelt hat.]

Die Entlassung von Premierminister Gough Whitlam stellt ein von den entscheidenden Momenten in australischer politischer Geschichte dar. Heute ist sie noch umstritten, besonders unter älteren Australiern. Obwohl Whitlams Regierung nur drei Jahre dauerte, führte sie mehrere wichtige Reformen ein, die immer noch gelten.

Gough Whitlam hatte am 2. Dezember 1972 zum Premierminister gewählt worden, im ersten Wahlsieg von der ALP (australischen Arbeiterpartei) seit 1946. Er hatte eine satte Mehrheit im Repräsentantnenhaus, aber sah einen abgeneigten Senat gegenüber. Während 1973 lehnte der Senat zweimal Gesetzentwürfe von der Regierung ab. Deshalb wurde im April 1974 ein „double dissolution“ (die Auflösung von beiden Parlamentsgebäuden) Wahl ausgeschrieben. Nach diesem Wahl, den die ALP gewann, fand eine „joint sitting“ (eine Sitzung von dem Repräsentantenhaus und dem Senat zusammen) statt, während deren die Gesetzentwürfe verabschiedet wurden.

Während ihrer zweiter Amtsperiode erlitt die ALP-Regierung mehrere Rückschläge. Die Ölkrise von den 70er Jahren hatte negative Auswirkungen auf die australische Wirtschaft. Zwei Minister — Jim Cairns, der Finanzminister, und Rex Connor, der Minister von Grubenerz und Energie — wurden in der so-genannt Khemlani-Affäre verwickelt. Sie hatten Kapitel aufzubringen versucht, indem sie einen fragwürdigen pakistanischen Finanzier benutzte. Sie machten damit weitern, nach ihre Autorität Geld aufzubringen hatte aufgehoben worden. Whitlam wurde sie zu entlassen gezwungen.

1975 wurden zwei Senatsitze, die der ALP gehört hatten, frei. Normalerweise hätten die Staatsregierungen die Mitglieder zu Senator ernannt, die die ALP nominierte hatte. Aber dieses mal lehten die Staatsregierungen ab, Konvention zu befolgen, und nannten stattdessen zwei Parteilose, die konservative Tendenzen hatten. Dadurch verlor die Regierung, die Fähigkeit ihre Gesetzentwürfe zu verabschieden.

Im Oktober 1975 brachte die Liberal Partei (die Oppositionspartei) im Senat ein, den öffentlichen Haushaltsplan auf umbestimmete Zeit zu vertagen. Die ALP beabsichtigte, Geld von den Banken zu leihen, um den öffentlichen Dienst am Laufen zu halten. Der Patt machte einige Wochen weiter. Am 11. November 1975 griff der Generalgouverneur ein. Er entließ Whitlam, und ernannte der Oppostionsführer Malcolm Fraser als vorübergehender Premierminister. Ein Wahl fand am 13. December 1975 statt, den die Liberal Partei überwältigender gewann.

Heute gibt es viele Erbschaften von den Whitlam Jahren: die Abschaffung der Wehrpflicht, die Chancengleichheit für Frauen, und die Senkung des Wahlalters zu 18 Jahren. Aber vielleicht die wichtigste Folge is das, er politisch fast unmöglich wäre, dass eine Opposition nochmal versuchen würde, einen Wahl auf diese Weise zu zwingen.

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Ein Tasmanier versucht, Deutsch zu schreiben
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